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Donnerstag 14. August

Das ist jetzt mein letzter Morgen in Deutschland. Nach dem Aufstehen hab ich dann gemerkt, dass mein Vater, der eigentich noch zum Abschied aufstehen wollte noch schlief. Wir ließen ihn mal, denn er hat ja später noch was zu arbeiten. Die fahrt zum Flughafen ging recht schnell…. Kaum Verkehr um diese frühe Uhrzeit und entsprechend wenig Menschen im frankfurter Flughafen. Halt nur Ich meine 2 Mitreisenden Austauschschüler (die anderen werden wir erst im Düsseldorf treffen) und eine Hand voll Business Menschen. Also saß ich da und hab noch meine letzten Minuten mit meinem Bruder, meiner Schwester , meiner Mutter und meinem Hund verbracht. Dann kam der Abschied, naja sehr bedrückend und bestimmt werde ich so einiges vermissen, aber ich habe mich so entschieden und werde das jetzt auch machen! Also renne ich rum und suche mein Gate…. Quer durchs Terminal bis ich dann merke das ich falsch bin und mein Gate schon am Anfang war. Also zurück. Dort traf ich auf meine zwei Mitreisenden und wir machten uns mal gegenseitig bekannt. Wo kommt ihr her, wo fliegt ihr hin, wie heißt ihr… usw usw. Nach dem betreten des Flugzeuges war ich nicht erstaunt über die Leere hier… wie gesagt, nur eine Hand voll Business Menschen. Der Flug ging schnell und so waren wir jetzt in Düsseldorf. Eine Stadt in Mitten des Ruhpotts, eine Region voller Proleten, wie ich finde. Dämliche Klischees werde ich hoffentlich nicht in America erleben dürfen, also sollte ich hier auch schonmal den Anfang machen. Gut nachdem wir in Düsseldorf aus unserem Flugzeug raus spaziert sind und uns nach einen Imbissstand umgeschaut hatten ging die Langeweile los. Denn nach ein paar Bissen in das überteuerte Sandwich ging uns der Gesprächsstoff aus. Also saßen wir da und haben 4 Stunden lang, wartend auf den nächsten Flug und die anderen Austauschüler die olympischen Spiele auf dem Fernseher in der Imbisslaunch verfolgt. Später dann eine von den beiden war schon eingeschlafen und wir mussten sie wecken, beschlossen wir eine Stunde vor „bording“ zum Gate zu laufen. Nach der Sicherheits- und Passkontrolle trafen wir auf unseren Flugbegleiter Sven. Er zeigte uns den Weg zu den Anderen und meinte er ginge grad zurück um auf die nächsten zu warten. Ich war so ziemlich überrascht wie viele wir doch sind… das ganze Gate war voll mit Jundlichen und mir wurde gesagt es wären nur zwölf. Nur stellte sich dann heraus, dass der Grossteil von einer anderen Organisation war und trotzdem mit uns nach Chicago flog. Der Rest, hier und da, waren diesmal kein Business Menschen, sondern Amerikaner, die ihren Urlaub in Deutschland beendet hatten. Nach dem bording sah ich wie groß dieses Langstreckenflugzeug war… auf den Seiten je zwei Plätze und in der Mitte nochmal 4. Ich saß Anfangs neben 2 dicken schwitzenden Amis, aber ok man kann ja tauschen. Also ging ich nach vorne und suchte meinen Kumpel den ich bereits kennengelernt hatte. Sein Nachbar tauschte ohne weiteres Diskutieren und nun saß ich in der Mitte mit Deutschen vor mir Austauschschülern neben mir und Amis hinter mir. Bevor es losging kamen wie immer die Sicherheitsvorschriften und alles wie immer. Der Start war mittlerweile eigentlich unspektakulär geworden. Die Flugbegleiter von Lufthansa meinten es gäbe dann  bald Essen und später noch einen Snack vorm landen…. In 8 Stunden!!! Also ok nachdem Alles besprochen war ging der Flug los und jetzt erst merkte ich, was das für ein Fehler war zu tauschen. Nämlich hinter mir die amerikanische Familie hatte kleine Kinder, die nur plärrten und weinten und uns allen ziemlich auf die Nerven gingen. Naja sind ja NUR 8 Stunden. Irgendwann gab es Mittagessen, Geschnetzeltes mit Katoffeln. Naja man ja keine großen Ansprüche auf Essen setzen, was einem in 10000 Metern serviert wird. Satt machte es auch kaum. Ich bestellte mir eine Cola, denn der Tag wird sicher lang, das wusste ich bereits zu dem Zeitpunkt. Später kam endlich der Film: Kunfu Panda, wieder so ein schwachsinniges Produkt überbezahlter 3D Animateure. Naja ok, es war zwar für Kinder aber ich habe es mir mal trotzdem angeguckt, besser als nichts. Den Rest der Flugzeit habe ich damit verbracht Formblätter für die amerikanische Regierung auszufüllen und mich mit meinem iPod zu unterhalten. Nachdem wir endlich in Chicago angekommen waren (es war wegen der Zeitverschiebung grade die Uhrzeit wie beim Abflug in Deutschland) und wir aus dem Flughafen latschten erdrückte mich beinahe die Atmosphäre. Es war wie im Film und für die Umstände ziemlich warm. Egal, wir hatten alle hunger und gingen zum nächst besten McDonals um unseren Hunger zu stillen und unsere Zeit tot zu schlagen, weil wir schon wieder warten mussten. Diesmal nicht so lange wie in Düsseldorf aber trotzdem zwei Stunden meiner kostbaren Lebenszeit. Nach besagter Wartezeit und etwas Fastfood (hat positiv Überaschend anders Geschmeckt, irgendwie frischer) checkten wir ein und stiegen diesmal mit ausnahmslos nur Amerikanern in den Flieger nach Seattle. Mein Platz war schnell gefunden: rechts neben mir ein amerikanischer „Jumbo Schreiner“, der Sudoku Rätsel im United Airlines Heftchen löste und links von mir eine Indi-Amerikanerin, die später eh die ganze Zeit schlief. Meine Kumpels waren irgendwo anders im Flugzeug verstreut. Also packte ich mal wieder meinen iPod aus und verschlug mir die Zeit mit Filmschauen und bloß sich nicht breit machen, denn Jumbo neben mir würde das sicher nicht gutheißen, und Stress mit dem da wollte ich auf keinen Fall. Wieder Cola bzw Coke damit ich nicht Einschlafe, immerhin sind schon 21 Stunden seit meiner Abfahrt in Mainz vergangen. Mittlerweile erlebte ich seit besagter Zeit meinen ersten Sonnenuntergang und das über den Wolken. Unsere Ankunft in Seattle erfolgte dann auch rasch nach drei Stunden und wir trafen nach dem wir unser Gepäck abgeholt hatten auf René Schneider, französischen Vorname, deutscher Nachnahme, amerikanische Frau. Sie war unsere Area Representive, eine Person, die jedem Austauschschüler ehrenamtlich als Kummerkasten zu Verfügung steht. Außerdem sollte sie uns vom Flughafen in Seattle nach Lynden begleiten und alles Nötige organisieren. Also sammelten wir uns bei der freundlichen Person mit dem Papierschild beschriftet mit iST-Sprachreisen und folgten ihr zum Bus, der uns nach Lynden fährt. Kaum hab ich meinen Platz gefunden, nickte ich ein. Als ich wieder aufwachte stand der Bus auf einem Parkplatz und um mich herum machte sich jeder schon bereit auszusteigen. Draußen standen bereits unsere Gasteltern und suchten nach ihren Schützlingen. Eine Amerikanerin sprach mich dann an und fragte ob ich Jonas wäre, natürlcih falsch ausgesprochen und ich bejahte. Ich verabschiedete mich von den Anderen und holte mein Zeug. Meine Gastmutter und ich gingen zu ihrem Auto, wie für einen Amerikaner typisch ein dicker, benzinfressender Geländewagen. Da es dunkel war bekam ich nicht viel von der Umgebung mit und sah erst wieder was von der Umgebung als wir angekomen waren. Die ganze Zeit unterhielte wir uns und sie schien sehr nett zu sein. Das Haus war wie in amerikanischen Filmen mit einer Flagge vorne dran einer großen Garage und alles Mögliche und Unmögliche. Drinnen begrüßte mich gleich der misstrauische Bullterier Charly und wir gingen nach Oben. Schönes Haus, nebenbei. Oben begleitet sie mich in mein Zimmer und zeigte mir mein Bett und mein eigenes Badezimmer. Ich packte nur meine Hygienesachen aus, putze meine Zähne und ging  zu Bett. Rasch schlief ich ein.

18.8.08 07:39


15. August

Als ich aufgeweckt wurde antwortete ich erstmal auf deutsch bis ich schließlich merkte, dass ich von meiner amerikanischen Gastmutter geweckt wurde. Ich sortierte mich innerlich und ging ins Bad um zu duschen. Das Wasser war kalt, aber okay, ich bin ja nicht aus Zucker. Fertig angezogen ging ich runter. Joyce, meine Gastmutter erwartete mich mit ein paar english muffins mit erdbeer marmelade. Das war ganz ok wir unterhielten uns und sie erzählte mir, dass der Golfplatz, der an das Haus wie ein Garten angrenzt mit ihnen gehörte. Erstaunt schaute ich aus dem Zimmer und sah den gepflegten, riesigen Golfplatz. Nach dem Frühstück wollte eigentlich meine Sachen aus dem Koffer ins Zimmer ausräumen, doch Joyce meinte wir könnten uns doch mal die Stadt anschauen. Also stiegen wir in den dicken Honda und fuhren fünf Minuten bis zu einem Haus. Sie meinte dort wohne ihre eine Schwester Milissa und wir könnten sie besuchen. Milissa stieg grad aus ihen Van aus als sie uns sah. Ganz erfreut und neugierig wollte sie wissen wer ich bin. Zusammen liefen wir drei ins Haus. Sie meinte ihre Töchter wären auch in meinem alter und wollten mich kennenlernen. Sie rief die beiden runter und kurz darauf kamen zwei recht hübsche 15 jährige Amerikanerin die Treppe runter ich stellte mich ihnen vor und unterhielt mich einige Zeit mit ihnen und ihrer Mutter. Alle waren überraschend freundlich und gut gelaunt. Danach schlugen sie vor mit mir mal in die Mall nach Klamotten zu gucken, als ich ihnen erzählte hatte was ich die Tage vor hatte. Mit diesen Planungen machten wir uns auf zum nächsten Ziel. Joyce wollte mir meinen Gastvater bekannt machen, er arbeitet grade auf dem Himbeerfeldern und wir schlichen uns in den Betrieb. Sie frage einen mexikanischen Arbeiter nach meinem Gastvater, doch er konnte kein Englisch. Also suchten wir ihn und fanden ihn auch rasch. Er schien sehr beschäftigt zu sein, also sprach er auch nicht viel. Sie unterhielten sich, wann er nach Hause kommen würde und wir machten uns auf zum nächsten Ziel. Sie wollte mir die kanadische Grenze zeigen, nicht spektakulär und auf dem Rückweg fuhren wir an einem Eisladen vorbei. Der war etwa so groß wie ein kleiner Supermarkt in Deutschland und ich wählte die Sorte, die mir am amerikanischten vorkam: bubbelgum. Die Portion war groß, für ein Mittagessen ausreichend, aber für ein Eis gigantisch. Als wir aßen trafen wir noch auf den Vater von der Frau von meinem Gastbruder. Er schärzte ersteimal mit mir, weil ich Deutscher war… keine blöden Klischees, sondern eher weil ich angeblich nicht seine Sprache Verstand. Aber er war witzig. So fuhren wir weiter durch Lynden, ich sah einen Jahrmarkt mit allem Möglichen. Joyce meinte das wäre der fairy, denen wir morgen in der Gruppe mit den anderen Deutschen besuchen würden und das wird denke ich echt witzig. Außerdem auf unserer Tour machten wir halt beim carwash und Joyce winkte die beiden Mitarbeiter heran. Sie waren auch Bekannte und wollten mich kennenlernen. Nach einem Händedruck und ein wenig Smalltalk gings nun schließlich wieder nach Hause. Ich ging in mein Zimmer um schließlich auszupacken. Nach etwas Zeit kam René um nach dem Rechten zu sehen (Tolles Wortspiel… und wieder ein dämliches Klischee. Amerikaner 0, Jonas 2). Sie hatte ihre kleine Tochter, vielleicht dreizehn Jahre alt, dabei wir unterhielten uns zu dritt mit Joyce über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der deutsch und amerikanischen Sprache und Gewohnheiten. Zum Schluss gab sie mir noch eine Karte, mit der ich kostenlos den Monat in die Muckibude, das Schwimmbad, den Golfcourt und die anderen Sportplätze durfte. Das würde sicher praktisch werden. Langsam wurde es Abend in den USA und meine Gasteltern, Tony ist langsam auch nach Hause von den Feldern gekommen, essen gehen. Dort würden wir ihren Sohn mit seiner Frau treffen. Also fuhren wir zum Hamburger Restaurant. Schon wieder ziemlich nette Personen, sie waren anfangs 20, wir unterhielten uns über übertrieben große Trucks und Fastfood etc. Irgendwann machte mir meine Gastschwägerin (die Frau von meinem Gastbruder) den Vorschlag mit mir Morgen Abend auf ein demolition derbee zu gehen. Ich sagte, dass mir das sicher Spass machen würde und sie meinte se würde versuchen ein paar Karten zu bekommen. Die Portionen hier waren echt zu viel und ich schaffte die restlichen Pommes nicht mehr. Satt fuhren wir wieder nach Hause von wo ich wieder gleich weiterfuhr undzwar mit dem Truck von Tony zu den Himbeerfeldern, wo wir noch ein Paar Kisten abholen sollten. Auf dem Rückweg wollte er noch seiner Tochter, die mit den zwei 15 jährigen, ein paar Himbeeren andrehen. Wieder tratschten wir alle etwas und ich erzählte, dass wir morgen zum fairy gehen würden und sie meinte Heidi, ihre Tochter, würde mal auschau nach mir halten. So fuhren wir schließlich zurück und nachdem Tony mir noch dem Golfcourt gezeigt hatte guckten wir noch ein wenig Olympia und gingen dann zu Bett.

18.8.08 08:27


16. August

Heute bin ich schon recht früh aufgewacht und konnte bereits schon um halb 5 nicht mehr schlafen. Ich denk meine innere Uhr ist ziemlich am Ende. Naja ok, also hörte ich etwas Musik und ging gegen 7 ins Badezimmer. Nach einem Frühstück fuhren wir zum Treffpunkt, wo ich mich mit den Anderen zum „fair“ treffen würde. Vor dem amerikanischen Jahrmarkt angekommen, traf ich meine mitreisenden nach 2 Tagen zum ersten Mal und nachdem wir vollständig waren ging es in das Gelände rein. Alles war vollgestopft mit Essens-, Kramständen, Leuten, Fahrgeschäfte und anderen Sachen. Wir erforschten im Laufe des Tages alles und die Highlights bis zum späten Nachmittag waren der 2 Tonnen schwere Bulle „Ben“, der eher einem Elefanten ähnelte und die Zauberershow. Dann, nachdem die anderen nach Hause gegangen waren, kam das eigentliche Highlight des Tages. Denn Melanie, die Frau von meinem Gastbruder, hat mich am Abend davor gefragt ob mich mit ihr zur Monstertruckshow gehe. Sie lieb schnelle, starke und laute Autos und ihr Mann nicht. Wie gesagt gingen wir um 6 Uhr hin und wir waren die ersten. Es war echt eine atemberaubende Show und es gefiel uns sehr gut. Ich hatte so etwas vorher nur im Film gesehen. Nach der Show fuhr Melanie mich nach Hause, also zu meinen Gasteltern und zu ihren Schwiegereltern. Sie gesellte sich nur etwas zu uns ins Wohnzimmer und wir gingen nach und nach ins Bett und Melanie fuhr weiter zu ihrem Mann.

18.8.08 08:29


17. August

Der Tag heute war ein wenig anders als die Anderen. Er startete mit einem ersten Erfolg: Ich hatte herausgefunden, wie man die Dusche warm stellt. Vorher musste ich die ganze Zeit kalt duschen und nachdem mich gestern ein Kumpel hier aufgeklärt hatte und ich es genauso getan habe, ging es plötzlich und das sehr gut. Naja ok…. Heute war also Sonntag und was tut der durchschnittliche Amerikaner sonntags? Richtig, er geht in die Kirche. Ich muss zugeben es war, wie gesagt, etwas anders. Es war zwar nicht wie die Schwarzen-Gospel-Kirchen in Missouri aber doch schon etwas gewöhnungsbedürftig. Erstmal waren dort nur alte Leute (denen ich einen nach dem anderen bekannt gemacht wurde) und dort sang jeder die Lieder mit. Wer die Lieder nicht auswendig konnte las sie von einem ultramodernen Flat-Highdefinition-Plasma-TV ab und außerdem sah der Pastor während des Gebetes aus, als würde er jeden Moment anfangen in Tränen auszubrechen. Außerdem predigte er unter anderem über das Footballspiel am vorherigen Abend. Nach dem Gottesdienst gab es Kaffee und Kuchen für die Kinder saft, ich gebe zu, für mich, weil ich kein Kaffee mag. Wie auch immer, heute wollten alle Gastfamilien mit ihren Austauschülern zusammenkommen, zu einer Willkommensfeier. Jeder brachte etwas mit und ich wurde (mal wieder) mehr als Satt von dem fettigen Essen. Danach spielten wir noch etwas Pool und Pingpong in der oberen Etage des Clubhouses. Zuhause war ich dann um 4 Uhr und fragte Tony, ob er mir nicht etwas Golfen beibringen könnte. Also packte er seine Schläger ein und wir fuhren zum Homestead-Sportclub, wo wir zwei Eimer voll Bällen kaufen. Diese konnten wir auf dem Übungsrasen, der nur fürs Üben von Schlägen da war, massig verballern und durften sie nicht aufheben (wegen der Gefahr getroffen zu werden und so). Auf dem Übungsrasen, bzw den Hügel, wovon man aus schlägt waren bereits 3 Leute, die übten. Und überall auf dem Feld waren Rasenfetzen und gelbe Golfbälle… tausende. Nun gut, Tony zeigte mir wie man schlägt und ich versuchte mich daran. Erster flog ziemlich schräg und flach, der zweite traf eine Ente, die grad in den Grasfetzen nach Würmern suchte, WIRKLICH und wir mussten erstmal schadenfroh lachen. Mit der Zeit wurde ich besser, nicht so gut wie Tony, oder der Golflehrer neben uns, aber ich stellte mich gut an (das sagte jedenfalls Tony). Nach 200 Bällen und noch einem Schuss, der sich auf eine andere Ente verirrte gingen wir nach Hause. Wir schauten ein Wenig fern zu dritt und dann rief Milissa an und Joyce fragte mich, ob ich nicht Lust hätte Rylie und ihren Freunden ein Wenig Gesellschaft zu leisten. So fuhr Joyce mich zu ihem Haus und unten empfing mich wieder die extrem freundliche und höfliche Milissa. Sie guckte grade mit ihrem Mann, John,  Baseball und rief Rylie runter. Sie freute sich mich zu sehen und führte mich hoch die den anderen. In dem dunklen Fernsehzimmer, der mit einem Pc , einem Riesigen Fernseher, einer gemütlcihen Couch und etlichen Filmplakaten ausgestattet war, saßen bereits zwei Jungs in meinem und Rylies Alter. Ich stellte mich vor und setzte mich. Sie schauten grade einen sehr seltsamen Teenefilm über einen lockigen, langsam und zugekifft sprechenden und Brille tragenden Jungen oder so… ich wusste auch nicht genau worum es da ging. Nach dem Film wurde noch ein wenig Simpsons und Olympia geguckt (endlich konnte ich mal mitreden) und wir gingen raus. Draußen hockten wir uns auf dem Truck und sie scherzten einige Zeit (konnte nicht mehr mitreden), also fragte ich nach der Uhrzeit und sagte das es spät wäre, weil ich morgen Schule habe. Egal welche Uhrzeit sie gesagt hätte, von mir käm eh die selbe Antwort. Und ich ging rein und rief Joyce an. Ich ging noch ein wenig nach draußen, verabschiedete mich (nette Amis) und fuhr nach Hause. Nach ein wenig Smalltalk über die amerikanische Jugend ging ich zu Bett.

18.8.08 08:30


18. August

Heute Morgen hatte ich meinen ersten Kurs im Vorbereitungscamp. Es fand in einem der zahlreichen Gemeindehäusern hier statt und wir redeten über viele Dinge, die ich zumindest schon wusste. Später gingen wir noch auf eine kleine Rundreise durch den Ortskern. Wir besuchten den Bürgermeister, die Eishockeyhalle, die Bücherei, die Feuerwehrstation, einige kleine Läden. Danach wurde ich von dem Mann von Milissa abgeholt, weil Joyce grade ihren kleinen Enkel zu Hause hatte. Also holte er mich netterweise ab und brachte mich Hause und diesmal war ich besonders freundlich und höflich, um einen möglichst guten Eindruck bei ihm und somit bei seiner Familie und somit bei seiner Tochter Riley und somit bei der Jungend in Lynden zu hinterlassen. Zu Hause sagte mir Joyce, dass der kleine Brocks grade oben schläft und später kam er runter wärend wir grade fernsahen. Als er mich sah und ich ihm hallo sagte drehte er sich um und schaute die ganze  zeit extrem schüchtern in die andere Richtung, bis Joyce ihn auf ihren Schoss nam und sich in den Sessel setzte. Bevor er mich sah erzählte er seiner Oma die ganze Zeit Zeug, doch jetzt war er die ganze Zeit still. Dann ging ich, weil ich mal mit nem deutschem und nem französischem Kumpel die Muckibude testen wollte. Ich setzte mich auf mein Fahrrad (ohne ein Schloss mitzunehmen, weil Joyce meinte, hier stehlt niemand Fahrräder) und fuhr zum Treffpunkt vor Homestead. Umgezogen probierten wir jedes der neuen Geräte mal aus und nach nem 2 stündigen Training ging ich noch eine runde schwimmen während die anderen in Ruhe duschten. Wieder zu Hause gab es Essen und danach schauten wir wie jeden Abend fern. Diesmal gab es eine Goldmedaille für Deutschland. Stolz ging ich zu Bett.

19.8.08 07:01


19. August

Ich finde, der Tag heute war einer der besten. Naja ok, er fing jedenfalls schlecht an. Nach dem Frühstück rief ich zu Hause an und meine Mutter erzählte mir, dass ich nach den vier Wochen nach New Hampshire in die Berge gehen würde. Ich hob die Augenbrauen und fragte mich: „Wo zum Teufel ist denn bitte Twin Mountains?!?“ Später bekam ich durchs Internet raus, dass es ein 2000 Seelen Dorf in den abgelegenen Bergen ist. Aha gut zu Wissen, dass ich dann am Arsch der Welt verrotten werde. Naja vielleicht besteht die Möglichkeit, dass ich, falls meine Gastfamilie einverstanden ist und falls iSt einverstanden ist hier in Lynden bleibe. Es ist mir schon diese Woche ans Herz gewachsen mit seinen vielen Gärten und netten Menschen und all der Scheiße. Naja ok, vielleicht ist der Tag ja noch zu retten. Und das war er. Nach der Schule holte mich Joyce ab und wir fuhren erst nach Hause damit ich mich umziehen konnte und Geld holen konnte. Danach fuhren wir zu Milissa, John und Riley, damit ich mit Rylie und einer anderen Freundin (Britney, sie hatte deutsche Vorfahren und hatte einen kleinen deutschen Akzent) in die Mall fahren konnte. Milissa hat uns dort hingebracht. Wir klapperten „Amarican Eagle“ „Abercrombee“ und andere Läden ab und schließlich fand ich Ein Paar Flip-Flops, zwei T.Shirts, eine Hose und eine amerikanische Simkarte von AT&T. Mittendrin aßen wir noch einen Happen beim Italiener in der Mall und unterhielten uns und die Mädchen fragten mich aus, ob ich eine Freundin in Deutschland habe oder nicht bzw ob ich eine hatte. Nach 3 Stunden shoppen (die Mädchen waren nur hinter meinen Klamotten hinterher und nicht hinter ihren) wurden wir wieder von Milissa abgeholt. Auf den Rückweg fragte sie mich ob ich noch zu ihnen nach Hause kommen wolle. Ich bejahte dies und wir namen auf dem Rückweg noch ein Glas Nutella aus dem „Europa Foods“ , ein Eis und drei DvDs mit: Norbit, School of Rock und den dritten hab ich vergessen. Zuhause zeigte ich ihnen noch schnell deutsche Musik (die eher ihr Geschmack sein könnte), wie Tokio Hotel, Fräulein Wunder und die Ärzte und wir guckten Norbit. Später wurde ich von Joyce abgeholt und zuhause grübelten wir, wie wir die amerikanische Simkarte mit Geld aufladen konnten. Nachdem wir es rausgefunden hatten war ich müde. Ich ging zu Bett.

20.8.08 08:02


20. August

Der Tag heute war auch nicht übel. Er begann mit dem guten alten deutschen Nutella, dass ich gestern im Europa Foods gekauft habe. In der Schule haben wir heute die High School in Lynden besucht. Dort sahen wir unter der Führung der Schülersprecherin die Klassenräume, Gewächshäuser, die Sporthalle (geil!!!), die Footballfelder und die Cafetaria. Danach nahmen wir noch eine Tour durch das Stadtmuseum. Am Nachmittag dann gingen Paul, Antoine und Ich wieder ins Homestead Fitnesscenter. Wir trainierten 90 Minuten und danach nahm ich noch eine Runde unter dem Assitoaster und  wir gingen uns im Pool neben der Muckibude abkühlen. Boa, alter, hab ich einen Muskelkater… ich habs leider übertrieben. Ok wie auch immer eigentlich sollte ich heute mit Riley und ihren Freundinnen wieder Filmabend machen, doch das fiel aus, weil Joyce mir erzählt hat, dass sie übelste Migräne hat und den ganzen Tag im Bett war. Hab mich schon gewundert warum sie noch nicht auf meinem neuen Handy angerufen hat. Gut egal es gab Pizza und beim Abendbrot fragte ich meine Gasteltern das mit dem Ding, dass ich das ganze Jahr bei bleiben könnte, falls iSt das zu lässt. Sie meinten sie würden darüber nochmal reden, aber sie schienen, als ob sie es gut finden würden. Weil mein Date geplatzt ist verbrachte ich den ganzen Abend zur Abwechslung am Laptop und surfte durch Youtube und iTunes. Danach ging ich zu Bett.

21.8.08 07:19


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